diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Ich sehe rot. 

Sie sind überall, die Tomaten. Inmitten darin stehen Himself und ich bis zu den Ellenbogen in Kochtöpfen und konservieren den Sommer für kalte Winterabende, leuchtend und rot und wärmend. Gläser, gefüllt mit Tomatenkonfitüre, Tomatensauce und Tomatenrelish, stehen stolz in Reih und Glied auf der Kücheninsel, kleine Schönheiten allesamt. 

Ich fühle mich mittlerweile selbst wie eine Tomate, so aussehen tue ich jedenfalls, mit meinem roten Kopf, denn es ist heiss und so langsam ich habe ich auch genug von diesem ganzen Einkochbusiness. 

Und doch fühlt es sich richtig an und nachhaltig und sinnvoll. Clever. Sparsam. Vorausschauend. Und erwachsen. 

Und ich nehme mir vor, es nicht nur bei den Tomaten zu belassen. Ich will noch ganz viel vom Sommer einfangen, um an dunkelgrauen Nieseltagen tomatige, fruchtige, beerige und reife Sommergrüsse auf den Tisch zaubern zu können, mitten ins nasskalte Winterdunkel hinein.

Unter anderem auch diese Himbeer -Vanille -Konfitüre

Dazu brauche ich: (ergibt ca. 6 kleine Konfitürengläser)

  • 900g Himbeeren
  • 1 Vanilleschote
  • 450g Zucker

Den Zucker bei etwa 150°für 5 Minuten in einer Schüssel im Ofen erhitzen.

Die Himbeeren in einen geeigneten Topf geben, in dem man gut rühren kann. Die Vanilleschote aufschneiden, die Samen hinausschaben und zu den Himbeeren geben. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Den Zucker beigeben und bei geringerer Hitze weitere 5 Minuten leicht köcheln lassen, dabei rühren, so dass sich der Zucker auflöst. Jetzt für weitere 5 Minuten stark ja schon fast hexenkesslig kochen, häufig rühren. Probieren, ob sich die Konfitüre bereits genügend setzen konnte (ein wenig auf einen Teller geben und stehen lassen. Sie sollte nicht mehr «fliessen» und eine leichte Haut bilden). 

In sterilisierte Gläser abfüllen und sofort mit den sterilisierten Deckeln verschliessen.

Die Konfitüre ist eher auf der süssen Seite, aber was solls, wenn schon, denn schon, denke ich mir.

Wissenswertes zum Konfitüre kochen

Am Besten werden Früchte und Beeren verwenden, die frisch gepflückt, trocken und unbeschädigt sind. 

Das Pektin in Früchten ist ein natürliches Geliermittel und hilft, dass die Konfitüre gelieren kann. Wenn die Früchte noch nicht ganz reif sind, enthalten sie mehr Pektin.

Konfitürenzucker enthält Pektin. Ich verwende in der Regel normalen Zucker (ausser bei Erdbeerkonfitüre. Diese enthalten einfach zu wenig Pektin).

Zucker macht die Konfitüre haltbar.

Der Zucker muss aufgelöst sein, bevor die Konfitüre anfängt zu kochen, da sonst die oberste Schicht kristallisiert. Deshalb wird der Zucker auch oftmals zuerst erwärmt. 

Bis der Zucker aufgelöst ist, sollte die Konfitüre nur leicht köcheln, anschliessend bis zu dem Moment, an dem sie geliert, fest kochen.

Wenn gegen Ende der Kochzeit Schaum oben schwimmt, diesen abschöpfen.

Regelmässig checken, ob die Konfitüre genügend gekocht hat. Dazu ein bisschen Konfitüre auf einen Teller legen, kurz stehen lassen. Wenn sie nicht mehr «fliesst» und sich eine leichte Haut bildet, ist sie fertig. 

Und natürlich müssen die Gläser und Deckel sterilisiert worden sein.

Es sei möglich, eine «ungekochte Himbeerkonfitüre» zu machen, insbesondere dann, wenn nur noch wenige Beeren verkonfitiert werden sollen. Dazu die Himbeeren in ein Blech oder in eine Auflaufform geben, mit dem Zucker bestreuen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten backen. Als ich das gestern ausprobiert habe, hat es nicht wirklich geklappt, da meine Konfitüre eher Kompott wurde. Lecker, sehr lecker sogar und frisch, aber halt nicht Konfitüre. Aber ich bleib dran! Denn wenn es doch funktionieren sollte, finde ich die Methode einfach zu bequem, um sie nicht anzuwenden.

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