Pains au choc
Seid gewarnt. Es geht LANGE, bis man in ein fertig gebackenes Pain au choc beissen kann. Die Zeit würde reichen, nach Frankreich zu fahren, eine kleine Boulangerie zu suchen, irgendwo einen café au lait zu schlürfen, heimzufahren, die Verwandtschaft einzuladen, aufzuräumen, die pains gemütlich auszupacken und aufzustellen.
Die gute Nachricht ist: die meiste Zeit ruht der Teig. Und das Gleiche kann man auch tun.
Die pains au choc werden aus Croissantteig gebacken, also aus einer Mischung aus Hefe und Blätterteig.
Ich brauche (für ca.16 pains)
- 300ml lauwarmes Wasser
- 20g Hefe
- 500g Mehl
- 1 TL Salz
- 40g Zucker
- 280g Butter
- 180g dunkle Schokolade, in dünnen kleine Reihen oder in kleine Stücke gebrochen
- 1 Ei, verquirlt
- Zeit, Geduld und guten Glauben
Als Erstes wird ein Hefeteig gemacht.
Dazu die Hefe in 300ml Wasser auflösen lassen, das Mehl in eine Rührschüssel sieben, das Salz, den Zucker und die Hefemischung dazu geben, mit dem Rührhaken einige Minuten langsam und einige Minuten schnell mixen.
Den Teig zu einem Ball formen, in Frischhaltefolie (oder noch besser, ein leicht angefeuchtetes Küchentuch) wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank kühl stellen.
Die Butter aus dem Kühlschrank nehmen (es ist sehr wichtig, dass die Butter kalt ist!), zwischen zwei Backpapiere legen und mit einem Wallholz langsam zu einem Rechteck ausrollen (ca. 10 x 20cm).
Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestreuen und den gekühlten Teig zu einem Rechteck ausrollen (ca. 25cm x 45cm). Die Butter auf die eine Teighälfte legen, die andere Teighälfte darüber klappen. Den Teig jetzt so drehen, dass die «Öffnung» gegen rechts schaut, sprich als ob man ein geschlossenes Buch hinlegen würde.
Jetzt den Teig wieder zu einem langen Rechteck ausrollen, immer schön in Richtung «Nord – Süd», also immer nur hinauf und hinunter. Das Rechteck sollte eine Grösse von ca.25cm x 60cm erhalten und relativ dünn sein. Dieses Rechteck «gedrittelt falten», sprich einen Teil hoch und den anderen Teil hinunterklappen. Allenfalls rechtliches Mehl mit einem Pinsel wegpinseln und darauf achtgeben, dass die Ecken und Enden gerade sind.
In Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde kühlstellen.
Den Teig aus Kühlschrank nehmen und wieder wie ein Buch hinlegen (der Teig muss immer gleich gerollt werden, so dass er auch schön aufblättern kann. Das «Buch» ist eine Orientierungshilfe).
Zu einem Rechteckausrollen (ca. 25 x 60cm, relativ dünn), gedrittelt zusammenfalten. Wiederum in Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde lang kühl stellen.
Den Teig wie ein Buch hinlegen und zu einem Rechteck (immer nur gegen oben und unten) ausrollen. Dritteln und kühlstellen. Keine Bange, das war die «letzte Runde». Der Teig kann einfach eine weitere Stunde kühlgestellt und dann direkt zu den pains verarbeitet werden ODER man kann ihn im Kühlschrank bis zum nächsten Morgen ruhen lassen und DANN die pains zubereiten.
Auf jeden Falls aber so vorgehen: den Teig wie ein Buch hinlegen und zu einem langen, dünnen Rechteck ausrollen (ca. 25 x 75cm). Längswegs einklappen, wieder öffnen aber der nun entstanden Linie nach mit einem Messer entlang einschneiden. In Rechtecke auf die ungefähre Grösse ca. 12 x 9cm schneiden. Die Schokolade nahe an aber nicht genau auf den längeren Rand legen. Das pains von der Schokoladenseite her aufrollen und mit der Verschlussseite auf ein mit Backpapier belegtes Papier legen.
1 ½ – 2 Stunden aufgehen lassen, mit dem verquirltem Ei bestreichen und bei 180° ca. 15 – 20 Minuten backen.
Auf einem Gitterblech abkühlen lassen und möglichst frisch servieren.
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Ou la la, c’est si bon – les pains au chocolat 😋
Ich fühlte ich um fast vierzig Jahre zurückversetzt. Da haben wir fast die gleiche Route gemacht – nur in umgekehrter Richtung. Von den Fish & Chips, über die belgischen Frites zum Petit noir avec un pain au choc.
Danke für die Erinnerungen. 😀
Emma
Wie schön das zu hören!