diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Das Projekt «Umsiedlung Lily ins Kinderzimmer» ist angelaufen und funktioniert ehrlicherweise mit äusserst geringem Erfolg. Ich finde es gemütlich dort. Ausserdem hatte ich das Gefühl meinen eigenen Raum zu brauchen und beschloss, dort zu schlafen. Es war irgendwann nach zehn Uhr abends, als mich aus dem Schlafzimmer lautes Geheul weckte. Mamaaaaaa! Mamaaaaaa! 

Hui. Ich war aufgeflogen. 

Himself hat alles unter Kontrolle, versuchte ich mir noch einzureden, aber das Geheule wurde lauter und fordernder und so beschloss ich, ihr zu zeigen, dass ich «da» bin. Also tapste ich im dunklen Dämmerlicht in Richtung Schlafzimmertür, diese öffnete sich und eine entrüstete Lily stürmte hinaus. Ich ging in die Knie und Lily rannte schnell in die geöffneten Arme. Himself folgte, er jedoch tat einen entsetzten Satz. Und fluchte. 

Später gab er an im Zwielicht eine «kauernde, gollumartige Kreatur und eine Lily die direkt drauflosläuft» gesehen zu haben. 

Hahahahaha!

Was gibt’s sonst noch Neues? Ausser, dass ich täglich auf mindestens drei Legos stehe (ahhhh!) und ich mir wünsche, es wäre schon wieder Herbst (die Sonne! die Hitze!) nicht sonderlich viel. 

„Gollums“ Schlafstätte;))

Doch! Wir hatten unseren Banktermin. Alles ist nicht verloren, aber es gibt noch einiges abzuklären. Es bleibt also spannend an der Häuserfront. 

Dann war ja auch das Erstaugustwochenende, welches wir mit Freunden in den Bergen verbrachten. Wir haben Tannenduft geschnuppert, ein kleines Feuer gemacht und die grossen Feuer gezählt, die plötzlich überall aufleuchteten und schimmerten und dann langsam, langsam wieder erloschen. Die Nacht nahm sich die Dunkelheit gern zurück, wurde dabei aber immer mal wieder von hellen heulenden Augustknallern unterbrochen. Sie ist geduldig, die Nacht.

Am nächsten Morgen versuchten wir zu wandern… Lily hat jedoch eine plötzliche und heftige Antipathie gegen den Wanderrucksack entwickelt und darin geschrien und gekickt, sich gewunden und dabei an den Gurten beinahe aufgehängt, ausserdem haben wir uns alle erschrocken, als ein bärtiger Franzose plötzlich aus dem Nichts auftauchte, um sie aufzumuntern. Also haben wir stattdessen im Beizli Süssmost getrunken und abends dann Rotwein und dem Regen gelauscht der laut aufs Dach klatschte und ich habe mich geärgert, dass ich keine wärmeren Kleider eingepackt habe. 

Wir haben viel geredet und zu viel gegessen – und trotzdem habe ich noch mein Cheesecake aufgetischt. Denn ich liebe New York Cheesecake. Es ist süss, etwas sauer, aber dennoch frisch und kann nach Lust und Laune mit frischen Beeren belegt werden. Ausserdem bringt es genau die richtige Dosis Fernweh in den Alltag. 

Es braucht:

Für den Boden

140g Vollkornbiskuits

65g Butter

1 EL Zucker

Für die Füllung

700g Frischkäse

140g Zucker

Eine Prise Salz

2 EL Mehl

Zeste einer (Bio) Zitrone

1 TL Zitronensaft

2 Eier

3 EL Sauerrahm

Für das Sauerrahmtopping

150ml Sauerrahm

1 EL Zucker

1 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine 23cm Durchmesser Springform mit Backpapier belegen.

Biskuits (ich habe die McVitie`s Digestive verwendet) in einem Cutter oder mit einem Wallholz fein zu einer krümligen Masse zerstossen. Die Butter schmelzen. Zucker und Biskuitkrümel vermischen, Butter dazugeben, so, dass eine gleichmässig feuchte Mischung entsteht, diese anschliessend auf den Boden der Springform drücken. 10 Minuten backen, anschliessend auf einem Gitterblech abkühlen lassen. 

Die Ofentemperatur auf 220° erhöhen. 

Mit der Küchenmaschine (Flachrührer) den Frischkäse 2 – 3 Minuten bei mittlerer bis langsamer Geschwindigkeit cremig schlagen. Zucker, Mehl (gesiebt), Zitronenzeste und eine Prise Salz dazugeben und einarbeiten.  Mit dem Schwingbesenaufsatz den Zitronensaft und ein Ei nach dem anderen und schlussendlich den Sauerrahm unterschlagen. Die Frischkäsemischung sollte leicht, luftig und glattsein. 

Die Seiten der Springform mit etwas geschmolzener Butter bepinseln. Die Füllung hineingeben, die Oberfläche glattstreichen und 10 Minuten backen. Die Temperatur auf 110° reduzieren und weitere 45 Minuten backen. 

Bei Raumtemperatur ca. 1 Stunde abkühlen lassen. 

Für das Topping jetzt den Sauerrahm mit Zucker und Zitronensaft vermischen, auf dem Cheesecake verstreichen. Die Springform mit Frischhaltefolie bedecken und anschliessend für mindestens 8 Stunden kühlstellen. 

PS: mit frischen Himbeeren schmeckt der Kuchen besonders fein. 

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