diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Okay sein. Mit dem, was ist. Auch wenn ich anderes will, mehr will, jetzt will!

Okay sein. Mit mir. In mir. 

Ist ja manchmal schon eine Herausforderung. Zum Beispiel, wenn Himself auf einmal die letzte halbe Tafel Quarantäne – Schoggi verputzt, oder die Fensterscheiben klirren, weil Lily so laut nach Peppa Pig schreit. 

Okay sein. 

Dinge nehmen, wie sie sind.

Manchmal ganz einfach. Etwa, wenn Himself leicht zerknirscht mit drei Tafeln Lieblingsschokolade dasteht. Und die Waage plötzlich LOW anzeigt.

Die meint mich!!! Wen sonst? Die Batterie? Wohl nicht! 

Meine innere Waage schwankt bedrohlich zwischen HIGH und LOW. Manchmal mache ich mir grosse Sorgen, um die Situation in den Krankenhäusern, um all die Menschen, die jetzt sehr krank sind oder vielleicht ihre Arbeit oder ihr Geschäft verlieren. 

Dann ist meine grösste und ehrlichste Sorge, wann ich wohl das nächste Mal zum Coiffeur kann. 

Dann bricht es mir das Herz, dass Lily nicht mit anderen Kindern herumrennen und ihre Grosseltern nicht sehen kann und ich nicht bei meiner besten Freundin am Tisch sitzen kann, mit einer Tasse Kaffee zwischen den Händen und leichteren Sorgen, weil ich sie teilen konnte. 

Dann geniesse ich es, dass Himself jetzt mit uns daheim hockt und auch das Hüsele und Daheimumenüüschele. 

Dann zähle ich die Sekunden, bis Lily schläft (langsam auf 320 zählen sind 5 Minuten, wenn ich Pech habe wieder von vorne undsoweiter) bis ich für einmal die Tür hinter mir schliessen und ENDLICH, ENDLICH Breaking Bad weiterschauen kann. Und lache laut wegen irgendwas Doofem, was ich grad im TV gesehen habe. 

Okay sein. Ist besser als sein Ruf. Okay riecht für uns oft nach Kompromiss, nach abgestandenem Wasser, nach Hotelkomplex auf Lesbos. Aber wisst ihr was? Ich mag nicht immer aus allem Limonade machen. 

Manchmal will ich einfach okay sein. 

So, wies grad ist. 

In allem Guten und in allem Unglücklichen. 

Das wäre doch was!

Seit eh und je koche ich zu Gründonnerstag was Grünes… heute was frühlingshaftes, grün – gepunktetes:

Zitronennudeln mit Erbsen und Minze

Für 4 Personen brauche ich:

etwas Olivenöl

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

150g grüne Erbsen

200ml Kokosmilch

Ca. 350g Orecchiete

2 Zitronen

Salz, Pfeffer und Chiliflocken

1 Bund frische Minze

Ca. 4 TL Kapern (wer mag)

1 Zwiebel würfeln, ca. 5 Min in einem Schluck Olivenöl andämpfen, 1 Knoblauchzehe in dünne Streifen schneiden, kurz mitanschwitzen, 150g grüne, tiefgefrorene Erbsen sowie 200ml Kokosmilch dazugeben, mit etwas Salz würzen, aufkochen und ca. 10 Min. leicht einköcheln lassen., gleichzeitig Nudeln, schneckige oder spiralige, kochen. 

Zeste und Saft von 2 Zitronen, (wenig vom Saft noch zurückhalten und ganz zu Ende über die Nudeln geben) und einen Schluck Pastawasser (die Stärke darin hilft, die feine Sauce etwas zu binden) zur Sauce geben, wenig Chilliflocken und die Pasta dazugeben, mischen, wenig den Rest Zitronensaft unterrühren, mit schwarzem Pfeffer würzen, probieren und allenfalls noch ein klein bisschen mehr salzen. Mit frischer, feingehackter Minze und wer mag mit Kapern (ca. 1 TL pro Portion, sie sind ein kleiner Stilbruch, aber ich mag sie und die salzige Note, die sie dem Ganzen geben) dekorieren. 

Um den Teller noch ein bisschen grüner zu malen habe ich dazu gedämpften Brokkoli serviert – passt eh immer gut zu Zitrone.

3 Gedanken zu “Von meinen Versuchen, okay zu sein… und einem grün – gepunkteten Gründonnerstagsessen

  1. Blaue Feder sagt:

    Deine ehrlichen Worte berühren mich grad sehr. Ich glaube, es ist immer so ein Auspendeln. Ich würde auch lieber gerne ganz auf dem Land wohnen, als mich mit meinen Stadt/Land-Kompromiss zu arrangieren. Es ist immer wieder ein Loslassen, einen Weg finden. Ich habe gerade Angst um die kleinen Vögel bei uns auf dem Hof, weil die Eule jetzt bei uns wohnt. Aber ich kann nichts tun, als mit ihr reden. Sie müssen einen Weg finden. Ich glaube, wir sind ganz okay so wie wir sind. Das Leben ist eben so, mal Auf mal Ab. – Deine Zitronnenudeln werde ich am Wochenende mal ausprobieren und das Schokoladen-Drama kenne ich auch. Mein Himself versteckt die Schokolade auf meinen Wunsch hin, aber ich Trüffelschwein finde jedes Versteck. Wünsche Dir schöne Oster-Tage

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Susanne, ja gell, immer dieses Auspendeln!
      Und immer diese Schokoladendramen. Aber das Schokoladenversteckfinden ist eine Gabe und vor allem jetzt zu Ostern sehr praktisch!😉😊 ich wünsche dir auch ganz schöne Ostertage☀️

      Gefällt 1 Person

  2. Blaue Feder sagt:

    Die ‚BroklandSau‘ findet jedes Ei, hihi… viele bunte Ostereier, wünsche ich!

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