diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Am Abstimmungssonntag stressten Himself und ich kurz vor Urnenschluss ins Wahllokal. Warum, in aller Welt, schaffen wir es nie gemütlich brieflich abzustimmen? War aber eigentlich ganz gut, denn einmal draussen, beschlossen wir, an diesem grauen Regensonntag, doch noch einen Spaziergang zu machen. Und zwar nahe an unserem früheren Zuhause, dem kleinen Häuschen nahe am Waldrand, welches Lilys erstes Zuhause war, im Winter etwa so kalt wie bei der Eiskönigin zu Hause und mit netten Mausemitbewohnern. Es war wie ein Blick zurück in eine mir schien unendlich lang vergangene Zeit, obschon wir noch nicht einmal seit einem Jahr umgezogen sind.

Zurück zu Hause war der Wohnzimmerboden mit bunten Blättern übersät – Lily und der Stapel Wahlunterlagen hatten wohl ihren Spass, bevor wir aus dem Haus rauschten. Et voilà, eine einfache DIY Herbstdekomethode! 

Sonst habe ich nicht viel Neues zu berichten. Doch, eigentlich schon, denn innerlich war ich beschäftigt. Womit? Damit, wie wir einander zuhören. 

Klingt seltsam? Dann hör mir zu…

Oft sind wir im Gespräch schon mit unserer Antwort beschäftigt, im Kopf schwirren Bilder: von uns, der Welt, davon, wie wir denken und fühlen sollten. Doch manchmal denken und fühlen wie eben anders. Ich jedenfalls schon! Ich fürchte mich vor irrwitzigen Dingen, fühle mich fremd, wenig schön, wenig schlau, sehe die Welt wie sie mir eben nicht gefällt… Dies auszusprechen ist schwierig – weil als Reaktion oftmals ein Aber kommt. Oder ein Ratschlag. Oder beides. 

Mal einfach nur zuhören bedeutet, den anderen ernst zu nehmen. Mit seinen Sorgen, seinen Ängsten, seinen Zweifeln, seiner Wut. Zuhören… und Zutrauen, dass der Andere die Lösung schon irgendwie findet. Im eigenen Tempo, auf Um- oder Trampelwegen. 

Was ich geben kann ist meine Freundschaft, meine Wärme und ein offenes Ohr. 

Und Lily gebe ich gerne folgende weisen Worte (leider nicht von mir) mit:

Chum stig uf die höchste Est u we de gheisch häb i di fescht, wed wieder steisch la ni di los, d Wäut isch farbig, schön u gross, mängs isch müglich, mängs geit nid u mängisch isch dr Ungerschied zwüschem angere u a eim viu chliner aus me meint! (Sunnedeck, Patent Ochsner)

So, und jetzt koche ich. Es gibt einen Couscoussalat, lauwarm serviert, herbstlich, aber mit der frischen Minze und Petersilie noch ein letzter Sommergruss. Dazu reiche ich Joghurt und einer Scheibe urchiges Brot.  

Dazu brauche ich (für 4 – 5 Personen):

  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen, in dünnen Streifen
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 2 Karotten, in dünnen Scheiben oder kleinen Würfeln
  • 1 Süsskartoffel (wenn sie sehr gross ist, eine Halbe), in kleinen Würfeln
  • 1 Kartoffel, in kleinen Würfeln
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Büchse gehackter Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 2 – 3 EL Rosinen
  • 3 EL frische, gehackte Minze
  • 3 EL frische, gehackte Petersilie
  • 300g Couscous
  • Saft einer Zitrone
  • Olivenöl
  • Griechisches oder türkisches Joghurt
  • Wenig Knoblauch (optional)

Zwiebeln klein schneiden, in etwas Olivenöl ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze anschwitzen, bis sie weich sind. Knoblauch in dünne Streifen schneiden, mit dem Kreuzkümmel, der halben Zimtstange, den Kartoffeln, Süsskartoffeln und Karotten dazugeben, kurz mitanschwitzen, bis es nach Knoblauch riecht, anschliessend 1 Büchse gehackte Tomaten dazugeben, die Büchse mit Wasser füllen und den Rest der Tomaten damit in die Pfanne geben, die Hitze erhöhen und alles aufkochen. Grosszügig mit Salz, etwas Pfeffer und Zucker würzen und anschliessend bei mittlerer Hitze einköcheln lassen.

Wenn das Gemüse lind und die Sauce schön reduziert ist, die Hitze abstellen.

Couscous in eine Pfanne geben, mit Wasser übergiessen, soviel dass es ca. einen Zentimeter höher ist als der Couscous kommt. Leicht salzen, zum Kochen bringen, mit einem Deckel zudecken, von der Hitzequelle nehmen, 5 -10 Minuten quellen lassen. 

In der Zwischenzeit einen Bund Minze und einen Bund Petersilie fein hacken.

Den Couscous mit den Kräutern und den Tomaten vermischen, den Saft einer Zitrone dazugeben und einen grosszügigen Schluck Olivenöl dazugeben, alles gut mischen.

In eine kleine Schüssel löffle ich griechisches oder türkisches Joghurt (wer mag kann noch ein klein wenig frischen Knoblauch, mengenmässig nur die «Spitze», hineinreiben) und gebe das Joghurt zum Couscoussalat mit auf den Tisch. 

Lauwarm servieren.

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