diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Lilys Entdeckergeist kennt keine Grenzen. Er macht vor nichts Halt, ist wild und laut und nicht immer bequem für mich. Aber er ist da, er ist wichtig und wertvoll und wunderbar. 

Grade zupfen die beiden zum wiederholten Mal trotz wiederholtem Nein! an den langen dünnen Blättern meiner Elefantenfusspflanze.

Ich überlege mir drum, meine Pflanzen vorübergehend in liebevollen Pflegefamilien unterzubringen zu lassen. Denn Lily und ihr Entdeckergeist verdienen es, sich in einer (möglichst) kinderfreundlichen Umgebung zu bewegen, ohne ständig von einem Nein unterbrochen zu werden. Die Pflanzen verdienen eine pflanzenfreundliche Umgebung, in denen sie sich sicher fühlen können, ohne ständig fürchten zu müssen, an ihren Blättern gepackt und gezupft zu werden.

Und ich verdiene es, mir das eine oder andere Nein, Lily! zu sparen und mir stattdessen einen heissen Kaffee zu gönnen. (Denn die Neins gibt’s schon genug. Lily befindet sich in dem lieben Alter, in dem die Kleinen schon recht mobil aber noch wenig weise sind). 

Über den Tassenrand schiele ich Lily und ihrem Entdeckergeist zu und staune, was den beiden jetzt wieder eingefallen ist.  

Grad haben sie sich mein Wir Eltern geschnappt, kurz drin geblättert und kauen jetzt mit Hingabe auf den Resten eines völlig zerrissenen (und noch nicht gelesenen) Artikels herum. 

Manchmal ärgert sich Lily, wenn mal wieder ein (so unverständliches!) Nein kommt. Manchmal ärgere ich mich kurz, weil ich vielleicht grad einen Moment für mich allein und meinen Kaffee gebraucht hätte und zu wenig geschlafen habe. Manchmal wollen wir einfach unterschiedliche Dinge! 

Doch wenn am hellen klaren Himmel kurzfristig dunkle Wolken aufgezogen sind ist mir wichtig, diese auch wieder weiterziehen zu lassen und Lily zu zeigen, dass sie und ihr Entdeckergeist beide wichtig, wertvoll und wunderbar sind. 

Und dass auch dunkle Wolken zum Leben dazu gehören wollen, sie kommen dürfen aber auch wieder gehen müssen.

So und jetzt zum Kochen. Ich backe eine Feta – Himbeerkuchen. Der Abenteuergeist scheint auf mich übergeschwappt zu haben.

Dazu brauche ich pro Kuchen (für 4 Personen würde ich zwei Kuchen backen, dafür die Zutatenmenge einfach verdoppeln). Der Kuchen kann natürlich auch als Aperogebäck gebacken werden.

  • 300g Blätterteig
  • 100g Quark
  • 1 TL getrocknete Chiliflocken
  • Prise Salz
  • 1 Päckchen Feta (à 180g)
  • eine grosszügige Menge flüssigen Honig
  • 150g Himbeeren
  • Etwas schwarzen Pfeffer
  • Thymian, je nach Lust und Laune, ich habe die Blätter von 4 kleinen Zweigen verwendet. 

Den Ofen auf 210° Ober – Unterhitze vorheizen. 

Den Blätterteig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 

Den Quark mit wenig Salz und den Chiliflocken vermischen, dünn auf dem Blätterteig verstreichen. Den Feta in richtig dünne Scheiben schneiden und diese regelmässig über dem Quark verteilen. Grosszügig mit flüssigem Honig beträufeln. Die Himbeeren regelmässig darüber verteilen, die Blätter des Thymians abzupfen und ebenfalls auf dem Kuchen verteilen, dann alles mit scharzem Pfeffer würzen.

Den Kuchen 25 – 30 Minuten backen. 

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