diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Diese wundersame Welt, das Fernweh und Nordisches

9. Juli 2019

Heute werkle ich mich mit gutem Mut und diversen Putzutensilien durch die Wohnung. Der Stubenwagen und das Beistellbettchen finden etwas mürrisch und widerwillig auf dem Estrich ein Neues zu Hause. Innerlich nehme ich mir einen kleinen Moment, um Abschied zu nehmen von dieser ersten, intensiven, magischen Bébéphase und ein wenig auch vom kleinen Bébé, welches Lily einmal war. 

Erlese dann die Post, räume auf, starte eine neue Waschmaschine. 

Und plötzlich ist es da. Das Fernweh.

Ich will neuen Boden unter mir spüren, mir frischen Wind um die Nase wehen lassen, meine Zehen im Sand vergraben und das Meer riechen. Vielleicht in Norddeutschland oder in Dänemark. Ich sehe mich schon, wie ich dort in kleinen Cafés sitze und Kuchen bestelle, Strandspaziergänge mache, Tee schlürfe und Pommes mit Mayo esse, während die Sonne langsam untergeht. Ich könnte Lily jeden Tag Neues, Nordisches und Schönunbekanntes zeigen. Ich würde abends mit Himself Bier trinken und dazu meinen Kopf auf seine Schulter legen, während wir den nächsten Tag planen.

Und wie ich hier grad fernwehig und meersehnig und unzufrieden zum Fenster hinausschaue, sehe ich einen Silberreiher. Er fliegt leicht und leise über die Sumpflandschaft.  

Manchmal (f)liegt das Schöne wirklich nah. Manchmal muss man das Schöne jedoch auch unter einem Alltagshaufen hervorkramen, putzen und polieren. 

Und manchmal muss man in die Ferne schweifen. Neues sehen, Neues riechen, Neues versuchen, Neues leben. Den letzten Staub Alltag von sich schütteln. Neuen Staub aufwirbeln. 

Ihr seht, ich brauche mal dringend eine Pause vom Berner Mittelland. Und vom Alltag. Bis es soweit ist, koche ich mir halt erstmal was Nordischanmutendes, Neues und Schönunbekanntes. 

Ich mache drop scones mit Lachs und Gurken. 

Drop scones werden auch schottische Pfannkuchen genannt, da sie in einer heissen Pfanne angebraten werden und definitiv mehr Gemeinsamkeiten mit Pfannkuchen als mit scones aufweisen. Traditionell werden sie süss gemacht und passen hier somit nicht mehr ganz in ihren Schottenrock.

Ich brauche

Für die Gurken

  • 1 Gurke
  • 1 ½ EL Weissweinessig
  • 1 EL Zucker
  • etwas Salz

Für die drop scones (ergibt ca. 18 Stück)

  • 150g Weissmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • Prise Zucker
  • 1 Ei
  • 180 ml Milch

Weiter

  • Sahnemeerrettich
  • 200g Räucherlachs
  • etwas Dill (zum Dekorieren)
  • Zitronenscheiben

Die Gurke halbieren und in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Den Weissweinessig und den Zucker dazugeben, mit wenig Salz würzen, mischen und bis zum Essen ziehen lassen. 

Das Weissmehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und vermischen, Salz und Zucker dazu geben, in der Mitte ein Loch formen, das Ei dazu geben, ca. 70ml Milch dazu geben, mit einem Schwingbesen gut vermischen, den Rest der Milch dazu geben und zu einer eher dickflüssigen Pancakekonsistenz vermischen. 

Pro drop scone 1 EL der Mischung verwenden. In wenig Butter und heisser Bratpfanne goldbraun anbraten, bis sich die Ränder etwas umkringeln, jetzt wenden und auf der anderen Seite ebenfalls kurz anbraten. 

Die drop scones mit Sahnemeerretich bestreichen, mit dem Räucherlachs belegen, mit Dill dekorieren und Zitronenschnitzen servieren und wer mag mit einem Glas Weisswein oder Rosé geniessen. 

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