diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Der liebe Brei. Er sitzt vor Lily auf dem Tisch. Vorwurfsvoll beäugen sich die beiden. Er ist eine kleine Diva. «Was mache ich hier eigentlich, wenn du mich nicht bewunderst und dich nach mir verzehrst? …Ja, mich verzehrst?Ich habe Wichtigeres zu tun!» Sie ist kritisch. «Vielleicht esse ich dich ja. Aber bestimmt nicht mit diesem doofen LÖFFEL!» Dieser versucht sich gerade von seinem letzten Sturz auf den Holzboden zu erholen und die verletzenden Worte zu ignorieren. Der NEUE Holzboden versucht verzweifelt, sich von den zermantschten Bananen und Pastinaken nicht zu viel anmerken zu lassen. AAAAAve Maria, singt die Mama (aka ich) mit beim A weit geöffneten Mund, um ein gutes Vorbild zu sein. Schau Lily, so geht der Mund auf. Lily sitzt da. Und protestiert. Mit zusammengepressten Lippen. 

Ja ja, der liebe Brei. 

Später mache ich mich auf in die Küche, um etwas zu kochen, das bestimmt besseren Anklang findet. Den Pürierstab lasse ich für heute links liegen. 

Ich mache Vegiburger. 

Als erstes, bevor ich mit dem Rest der Zubereitung beginne, bereite ich die Burgerbuns zu (siehe Rezept ganz unten).

Oder aber ich verwende selbstgekaufte. Die Coop Bio Buns sind gar nicht mal so übel. Finde ich.

Ich brauche

Für die Patties (ergibt ca. 8 Stück)

  • 100g braune oder schwarze Linsen
  • 100g Bulgur
  • 50g grüne Erbsen
  • 1 rote Chilischote
  • 1 Bund flache Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Für das Kräuterjoghurt

  • 200g griechisches oder türkisches Joghurt
  • ½  Bund Minze

Für das Zwiebelkompott

  • 4 rote Zwiebeln
  • 30g Butter
  • 1 – 2 EL Rotweinessig 

Für die Tomatensalsa

  • Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 4 reife Sommertomaten
  • 2EL Zucker
  • Salz & Pfeffer

Für das «Fleisch» koche ich die braunen oder schwarzen Linsen und den Bulgur in 500ml Wasser für ca. 20 Minuten, kurz vor Ende der Kochzeit gebe ich die Erbsen dazu. Ich lasse den Linsen -Bulgurmix in einem Sieb gut abtropfen.

Zusammen mit einem Bund Petersilie, einer roten, entsamten und in Stücke geschnittene Chilischote, wenig Salz und Pfeffer püriere ich das Ganze. Okay, ich püriere schon wieder. Aber keinen Brei!

Daraus kann ich später meine Patties formen und im Öl beidseitig ca. 3 – 4 Minuten anbraten, vorerst bereite ich jedoch noch meine weiteren Burgerfüllungen zu. 

Zwiebelkompott

Ich schneide die Zwiebeln in dünne Ringe, erwärme die Butter in einer grossen Pfanne, gebe die Zwiebeln dazu und lasse sie bei niedriger Hitze unter gelegentlichem Rühren anschwitzen, bis sich weich sind (damit es etwas schneller geht, kann aus Backpapier auch einen «Deckel» gebastelt und diesen direkt auf die Zwiebeln gelegt werden). Dann lösche ich das Ganze mit 1- 2 EL Rotweinessig ab und lasse den Essig bei niedriger – mittlerer Hitze einköcheln, gebe etwas Salz und Pfeffer dazu.

Joghurtkräutersauce  

Das Joghurt mit einem halben Bund fein gehackter Minze und einer Prise Salz vermischen.

Tomaten»salsa»

In ca. 1 EL Olivenöl presse ich eine Knoblauchzehe und lasse sie kurz bei nicht allzu hoher Hitze anschwitzen, reibe dann die Tomaten an der Röstireibe, so dass Haut draussen bleibt, und lasse die Tomaten bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten einköcheln, würze die «Salsa» mit Salz, Pfeffer und Zucker. 

Während die Zwiebeln beinahe erweicht sind und die Tomatensalsa beinah fertig geköchelt hat, forme ich aus dem pürierten Linsen -Bulgurmix 8 Patties und brate diese in heissem Olivenöl beidseitig für 3 – 4 Minuten an.

Serviere die Burger mit den vegetarischen Patties, etwas frischem Salat und den drei Begleitern, Zwiebelkompott, Joghurtkräutersauce und «Tomatensalsa». 

Version 2:

Ist mir in der Not erschienen, als ich hungrig war und mein Kühlschrank nur noch einen Feta und ein paar mittlerweile schlappe Salatblätter zu bieten hatte. 

Den Feta halbieren und die Hälften dann quer durchschneiden, dass zwei dünnere Hälften entstehen. Wie bei den Fetastäbchen vorgehen: den Feta in Ei, Mehl und Pankomehl wenden und dann im heissen Öl halbfrittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen.  

Den Feta mit der Kräutersalsa, der Tomatensalsa und den Zwiebeln im Burger anrichten und als Käseburger servieren. 

Und hier noch das Burgerbunrezept (nicht von mir!) Und zwar sind dies „Evie Lanitis Burger Buns“ – ein Rezept, das ich aus der Ballymaloe Cookery School mitgenommen – und seither immer verwendet habe.

Das Rezept ergibt etwa 30 Brötchen, kann aber entsprechend angepasst werden.

  • 1.1 kg Weissmehl
  • 35g Hefe
  • 2 gestrichene TL Salz
  • 2 1/2 gestrichene TL Zucker
  • 500ml lauwarme Milch
  • 1 Ei, verquirlt
  • 200ml Joghurt
  • 100g Butter
  • 1 Ei, verquirlt (zum Bestreichen, für den Glanz)

Das Mehl in eine Schüssel sieben. Salz und Zucker dazugeben. Die Butter in kleinen Stücken einarbeiten. Die Hefe in der lauwarmen Milch aufläsen lassen. Das vequirlte Ei zum Joghurt geben. Die Milch und das Joghurt zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt etwa eine Stunde aufs Doppelte aufgehen lassen.

Den Teig in 4 gleich grosse Stücke aufteilen, diese zu einer langen Rolle formen und die Rollen jeweils in 6 Stücke aufteilen. Daraus kleine Brötchen formen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und etwa 6 Brötchen darauf verteilen. Mit einem Tuch zugedeckt nochmal ca. 1 1/2 Stunden aufgehen lassen. Den Ofen auf 230° vorheizen. Die Brötchen mit dem aufgeschlagenen Ei bestreichen, mit den Fingern wenig Wasser in den Ofen spritzen und im vorgeheizten Ofen für 10 – 15 Minuten backen.

Auf einem Gitterblech abkühlen lassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: