Herbstträume

Herbst. Der Morgennebel wickelt sich über die Aare, und die Wolken werden groß und spätsommrig, helle Watte an hellem Blau, von einer ganz schön kühlen Bise manchmal ganz schön verzogen. Viele Äpfel sind bereits im Sommer vom Baum gefallen, einfach so, und so lagen sie da, verteilt wie kleine Ausrufezeichen.

Perlmutter

Immer öfter scheine ich über fiese Alltagsberge zu schreiben, über Geschnaube und Gefauche, dunkle Wolken, wenig Schlaf, Weltschmerz, Sehnsucht und Enge. Doch heute nicht, denn heute will ich über Schönheit und Alltagsperlen schreiben, wie etwa über den ersten Schluck Kaffee, über Lily, die kurz aufschaut, i bi stolz uf di, Mama murmelt und weiterspielt. Über tanzendes Sommerlicht hinter grünen Blättern,

Weiterlesen

Der rote Teppich

Arrgh. Mal wieder eine Nacht mit zu wenig Schlaf. Der Tag scheint (zu) hell und (zu) lang, er rollt sich aus wie ein roter Teppich, bloß mit weniger Glamour und mehr Alltag. Lily tanzt wild darauf herum – zu den Kindergartenhits, die sie aktuell so liebt, mir allerdings bereits zu den Ohren heraushängen. Es gibt einfach zu wenig gute Kindermusik,

Weiterlesen

Ein Jahr… und ein grosses Hiphiphurra

Ein Jahr schon, seid das kleine Sturmmädchen geboren wurde und unser Leben wundersam durcheinander wirbelte, ein Jahr, seid sie ihren Zauber in diese Welt brachte, und dies immer noch tut, jeden Tag: Zauber und Wirbel, Staubwolken, Maispopsreste – überall- Neues und Buntes, Anstrengendes und Wunderbares.

Vom Wiedereinsteigen, sanften Tagen und Alpträumen

Der Berufsalltag (also jenen, in dem ich für meine Arbeit tatsächlich bezahlt werde…) liegt vor mir, wie ein stiller See, dunkel und noch unbekannt; wie ein Wasserloch in der Savanne, ein Ort, wo es Wasser gibt und Austausch mit anderen (gerade darauf freue ich mich besonders). Doch beim Wasserloch gibts immer auch die Löwen und Krokodile, und nein, hihi, meine

Weiterlesen

Ich. Im Irgendwo zwischen Mary Poppins und Rumpelstilzchen.

Ich versuchte zu schreiben. Doch die Gedanken spielten Verstecken und die Worte machten sich hart und krümelig, blieben im Hals stecken und zerbröselten unter meinen Fingerspitzen. So war ich kurz davor, die Wortbrosmen nach „Geschreibsel“ zu verbannen, in den Ordner also, in dem sie alle landen, die Texte, die sich wie geschriebene Kritzeleien anfühlen.

Alltagsschnipsel. Und die grossen Fragen.

Es ist ein Morgen, samtig wie junge Perserkätzchen. Irgendwie habe ich für alles Zeit und Geduld und Kraft, sogar in Ruhe kochen kann ich. Aus dem Wohnzimmer höre ich Lilys Geplapper und leises Feengurren. Ich schneide Gemüse klein, mache sauber, rühre gemütlich im Topf. Sogar einen Kaffee braue ich mir. So ein Morgen mit den Kleinen ist doch ganz entspannt,

Weiterlesen

Schlaflose Nächte und Frühe Feenmorgen

Nicht viel Neues hier. Meistens bin ich abends so genudelt, dass ich viel zu müde bin, um noch zu schreiben.  Der Winter verkleidet sich als Frühling.  Lily ist eine kleine Elster. Sie schleicht zu meinem Schmuckkästchen, zieht mit spitzen Fingern eine Kette hervor. „Darf ich die brauchen“? fragt sie mich. „Wenn du gut drauf aufpasst“, sage ich und lasse ich

Weiterlesen

Von Wies. Und Neuanfängen.

Die Tage flogen dahin, schnell wie ein Schwarm wild aufgescheuchter Vögel und sie schmolzen ineinander über wie silbrig glänzendes Blei in einer weiten Silvesternacht, rochen nach Kerzenwachs, Winterregen und Maispops und sie raschelten wie glitzerndes Geschenkpapier. Sie zeigten sich mal matschgrau, dann wieder sternenklar und schneeweiss funkelnd. Sie waren gesellig, fröhlich, und ab und zu auch leicht gereizt, genau wie

Weiterlesen

Wenn Feen schlafen…

Als das grosse Mädchen noch ein Baby war, hielt ich oft im Arm, wenn sie schlief. Las dazu was, oder drückte auf dem Handy rum oder blickte einfach staunend auf das kleine Leben. Es waren lange (und ehrlicherweise manchmal auch langweilige), aber kostbare Momente. Denn ich lernte ihren Atem kennen, ihren Geruch, ihren Zauber.