diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Wir warteten.

Und plötzlich hatten wir Zeit. Weite, endlose Zeit. Lily war bei ihrer Nana in den Ferien. Ich hatte immer mal wieder Wehen, die stärker wurden und regelmässiger – und dann, wie sie gekommen waren, wieder aufhörten. Ich schlief. Ich ass. Ich nahm ab und zu mal ein Bad. Ich lag in der Hängematte. Ich döste. Wir gingen in den Wald. Ich suchte Schatten und hörte dem Regen zu. Schaute eine wunderbar kitschige Serie. Und das Leben war wunderbar. Für ein Weilchen. Dann, wie eine plötzliche Wehe, kam die plötzliche Krise. 

weiterlesen

Die Zeit der Schwangerschaft ist fast vorbei. Die Zeit der grossen Veränderung, schön zwar, aber manchmal auch ganz schön holprig. Zeit, einen Moment still zu stehen und zurückzuschauen. Ich bin etwas ausser Atem. Wortwörtlich, übrigens. Ich habe VIEL gelernt. Vor allem darüber, wie es mir in einem gefühlten Alterssimulator trotzdem GUT gehen kann, oder doch wenigstens ein bisschen BESSER. Ausserdem einiges interessantes und merkwürdiges zur Zahl 40, der Anzahl Schwangerschaftswochen. Seid ihr dabei?

weiterlesen

«Mama, chum ufsta, Sofa ga, kuschle!» Die Ansage ist ziemlich klar und Lily hüpft schon mal voraus. Ich blinzle. Das ist zwar sehr süss. Aber auch noch sehr früh.

weiterlesen

Meine To – do – Liste blinzelt mir zufrieden zu. Mit Kugelschreiber habe ich die Häkchen hinter die einzelnen Wörter gesetzt. Aufräumen. Staubsaugen. Mail schreiben. Geburt anmelden. Wäsche. Yoga. Hometrainer. Bloss ein Wort steht noch häkchenlos da. Es blinzelt nicht, sondern guckt eher vorwurfsvoll und ein bisschen enttäuscht. Schreiben steht da wie ein Schüler, der im Sport als Einziger noch in kein Team gewählt wurde. 

weiterlesen

Der Tag beginnt mit roten Tulpen. Und Toast. Er riecht lecker, nach Frühling und Frühstück.

Dann beginnt er, mich zu nerven. Mit kleinen Dingen nur, aber meistens sind es ja die kleinen Dinge, die uns halb in den Wahnsinn zu treiben, wenn wir sie denn lassen. 

weiterlesen

Klaus, der Sturm, fegt über die Veranda, wirbelt und weibelt und klopft gegen die Scheiben. Gedankenmuster wirbeln irgendwo in meinem Kopf, schnell und flüchtig. So richtig einfangen kann ich sie nicht. Hey Siri, spiel Dolly Parton, sage ich, keine Ahnung, wieso. Aber sobald Jolene, Jolene plötzlich in meinem Wohnzimmer steht, weiss ich, dass ich genau das jetzt brauche. Jolene, Jolene, Jolene, singt Lily sofort mit. Die Wahl scheint ihr zu gefallen, normalerweise will sie immer Kindalieda hören (wir haben uns die deutschen Kindalieda bereits so oft angehört, dass sie angefangen hat den r zu rugelen. «Oh, gugg, rrrräge», oder «o gugg rrrrross» murmelt sie jeweils fröhlich oder will noch schnell auf die Rrrrutschbahn. 

weiterlesen

Ich schreibe Listen. Einkaufslisten, to – do Listen, Pro und Contra Listen, Namenslisten. 

Wir ziehen um. Ein Haus weiter, aber dennoch, und jetzt schreibe ich diese Listen, zu oft und häufig bloss in meinem Kopf, meist mitten in der Nacht, wenn ich mich mal wieder hin und her wälze. Irgendwann fallen die Nachtgedanken dann leise durch die weiten Schlafmaschen.

weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: