diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Samstagnachmittag, der erledigte Wocheneinkauf verstaut, schauen wir uns an. Lass uns was unternehmen! Die Sonne funkelt –in ihrem Strahlen spazieren wir durch die Weinberge, mal schneller, wenn Lily schulterreitet, mal langsamer, wenn sie mitspaziert. Dann beim Schloss! Lilys erster grosser öffentlicher Trotzanfall. Oh mon dieu. Durchatmen, ruhig bleiben, egal sein lassen was die koreanische Touristengruppe wohl denken mag, oder wer auch immer grad das Pech hat, am Trotztatort vorbei zu spazieren. Gelingt mir sogar ziemlich gut. Das Egalseinlassen.

Posttrotzanfall grüble ich jedoch. Ich bin die ganze koreanische Touristengruppe die guckt. Noch immer. War es wert, auf meinem Standpunkt zu beharren, in dem Moment in der Lily und ich so klar was Anders wollten vom Leben? Habe ich die Situation richtig gehandelt?

Hinterfragen ist gut. Auch sich selber. 

Grübeln und Gedanken kreisen lassen als wären sie Motten um eine Strassenlaterne vielleicht weniger. 

Es ist wichtig zu erkennen, was gelingt. Und dort, wo man was verbessern kann, nicht zu streng zu gucken. So, dass man auch Lust hat was zu ändern. Oder sagen wir`s mal so: wenn ich ein Esel wäre, könnte nur das Zückerli mich bewegen.

Drum sage ich, von einem Zuckerrübenesel zum anderen: wir geben alle unser Bestes. Jeden Tag. Das Beste ist jedoch nicht immer gleich gut, manchmal ist es grad so mittelmässig. Wenn überhaupt. 

Gibt es Dinge die mir wichtig sind? Ja! Pick your battles sage ich mir stets. Sag nicht zu oft nein. Wenn du aber nein sagst, meine es. Sei glaubwürdig. 

Kann ich Dinge trotzdem nochmals überdenken? Ja! (Siehe oben… sei glaubwürdig!)

Bin ich ein Esel? Vielleicht! 

Grüble ich zu oft nach? Bestimmt! 

Koche ich jetzt was? Ja!

Und zwar was Schnelles, Wärmendes. 

Es gibt weisse Bohnen, gewürzt mit ras el hanout. Serviert habe ich sie mit Salat, im Ofen gerösteten Süsskartoffeln und Risotto. 

Ich brauche (für 4 Personen)

  • 1 Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • Olivenöl
  • 800g weisse Bohnen (Butterbohnen oder Cannellini) – ich habe welche aus der Dose verwendet, weil schnell und praktisch und ich vergessen habe, die getrockneten einzuweichen. Besser schmecken die selber gekochten natürlich allemal. Aber so klappt`s auch ganz gut. 
  • 3 TL Ras el hanout Gewürzmischung
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • Salz und Pfeffer
  • Saft einer halben Zitrone oder Weissweinessig
  • einige Oliven und eingelegte Jalapenoscheiben

Und so wird’s gemacht:

Wenig Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin anschwitzen bis sie weich sind, den Knoblauch kurz dazugeben, dann die Bohnen, das Ras el hanout und den Cayennepfeffer dazugeben, grosszügig salzen, etwas pfeffern, erwärmen und ca. 10 Minuten auf mittlerer Hitze durchwärmen, ab und zu Rühren, dann mit dem Saft einer halben Zitrone oder einem grosszügigen Schluck Weissweinessig abschmecken uns die Oliven und die Jalapenos dazugeben.

 

2 Gedanken zu “Meine innere Touristengruppe und ein schnelles Abendessen

  1. Das werde ich bestimmt mal nach machen… lecker

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    1. 😊😊… hoffe es schmeckt dann!

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