diese wundersame Welt

Dies & Das, Geschichten aus dem Mamaalltag, Träumereien und Rezepte

Lily hat mir den o geklaut. Die Taste an Meggie, meinem Laptop (nicht zu verwechseln mit Meggy, meinem Auto). Kinder! Zwar konnte ich ihn wieder montieren, aber ich muss jetzt immer extra fest drauftippen. Meist vergesse ich dies jedoch und so finde ich beim Durchlesen der Texte immer ganz viele olose Wörter. Oder ich merke es nicht. Nämlich jedes Mal wenn ich anstelle von «oder» «der» schreibe. Das kann in Zukunft übrigens noch öfter vorkommen!

Himself ist mit Lily zu seinen Eltern gefahren. Und ich bin beinahe in Panik. Was soll ich bloss mit all dieser freien Zeit anfangen? Als Erstes hole ich mir mein Velo und drehe eine kleine Runde, male dann ein Bild, esse vor dem TV Käsetoast mit Tomaten und Jalapenos, salzig süss und scharf. Braue mir einen Kaffee und setze mich hin, um das hier zu tippen. Oder soll ich mich doch lieber unter die alte Linde legen und lesen?

Das Ferienpech verfolgt uns, oder besser gesagt, sind es die verflixten 40Grad, die meinen Plänen immer wieder einen Strich durch die Rechnung ziehen.
Im Frühling fuhren wir nicht wie geplant in die Camarque, aber mit 40 Grad Fieber zum Arzt.
Diesmal traf es unsere Französischeatlantikküstenpläne. Ich hatte gepackt als ob wir nach Usbekistan auswanderten, so mit Zeckenpinzette UND normaler Pinzette. Extraextraunterhosen. Handwaschmittel. Ein Laufgitter. Plunder und Plunder.

Wir haben meiner Schwester zu ihrem Geburtstag einen Malkurs geschenkt. Zwei Stunden im Atelier einer Freundin meiner Mutter. Ich war ganz aufgekratzt und fühlte mich wie der junge Picasso. Ich setzte mich vor die Staffelei, begann die Farben zu mischen und zündete mir eine Zigarette an (tat ich nicht wirklich, nur in meinem Kopf, wie der junge Picasso eben) ((keine Ahnung ob dieser wirklich rauchte…)) (((mein innerer Picasso zündete sich jedenfalls eine Zigarette an und liess sie lässig im Mundwinkel hängen, während er den ersten Pinselstrich tat!))).

Diese wundersame Welt, das Fernweh und Nordisches

9. Juli 2019

Heute werkle ich mich mit gutem Mut und diversen Putzutensilien durch die Wohnung. Der Stubenwagen und das Beistellbettchen finden etwas mürrisch und widerwillig auf dem Estrich ein Neues zu Hause. Innerlich nehme ich mir einen kleinen Moment, um Abschied zu nehmen von dieser ersten, intensiven, magischen Bébéphase und ein wenig auch vom kleinen Bébé, welches Lily einmal war. 

Erlese dann die Post, räume auf, starte eine neue Waschmaschine. 

Und plötzlich ist es da. Das Fernweh.

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